„Alles ist Posse auf Erden!“

Falstaff

Oper von Giuseppe Verdi

Libretto: Arrigo Boito (1842–1918)

Musik: Giuseppe Verdi (1813–1901)

Uraufführung: 9. Februar 1883, Mailand (Teatro alla Scala)

Dauer: ca. 3 Stunden

Akte:
1. Gasthof „Zum Hosenband“; Garten von Fords Haus
2. Gasthof „Zum Hosenband“; Saal in Fords Haus
3. Vor dem Gasthof „Zum Hosenband“; Der Park von Windsor

Hauptpersonen:
Sir John Falstaff: Bariton
Bardolfo, Falstaffs Diener: Tenor
Pistola, Falstaffs Diener: Bass
Dr. Cajus, ein Arzt: Tenor
Mrs. Alice Ford: Sopran
Mrs. Meg Page, Alices Freundin: Sopran
Mrs. Quickly, Alices Freundin: Sopran
Ford, Gatte Alices: Bariton
Nannetta, Tochter von Ford und Alice: Sopran
Fenton, Nanettas Geliebter: Tenor

 

Eine Werkeinführung

„Falstaff“ ist die letzte Oper des großen italienischen Komponisten Giuseppe Verdi (1813–1901) – und sie ist neben dem erfolglosen Frühwerk „Un giorno di regno“ (König für einen Tag) aus dem Jahr 1840 die einzige komische Oper, die Verdi komponiert hat.

Vermutlich hätte auch dieses Werk – wie einige andere Ideen Verdis zum Genre der Komödie – nie das Licht der Welt erblickt, wenn sich nicht der italienische Librettist und Komponist Arrigo Boito (1842–1918), der für Verdi bereits „Otello“ (1887) und „Simon Boccanegra“ (1881) getextet hatte, so vehement dafür eingesetzt hätte. Er schuf aus der literarischen Vorlage – „Die lustigen Weiber von Windsor“ von William Shakespeare (1564–1616) – eine exzellente Textdichtung, mit deren Vertonung Verdi im Jahr 1889 begann. 

Etwa vier Jahre später, am 9. Februar 1883, fand in der Mailänder „Scala“ die Uraufführung von „Falstaff“ statt. Sie wurde ein triumphaler Erfolg.

Verdis letzte Oper, die er als 80-jähriger (!) schrieb, leitete eine Renaissance der musikalischen Komödie ein. Sie wurde und wird nicht nur vom Publikum, sondern auch von anderen Komponisten – voran Richard Strauss (1864–1949) – sehr bewundert und steht seit ihrer Uraufführung auf den Spielplänen aller großen Opernhäuser.

Die Oper spielt in Windsor, zu Beginn des 15. Jahrhunderts, in der Zeit Heinrichs IV.

 

Die Handlung

 

Kurz und gut …
Wer zwei Liebesbriefe gleichzeitig und gleichlautend an zwei befreundete Frauen verschickt, sollte damit rechnen, dass Schmutzwäsche gewaschen wird.

1. Akt: Gasthof „Zum Hosenband“

Im Gasthof „Zum Hosenband“ hat es sich Sir John Falstaff in einem großen Lehnsessel bequem gemacht, ein beleibter Ritter, dem allerdings das Geld ausgegangen ist. Mit ihm sind seine beiden Diener, Bardolfo und Pistola. Da stürmt, aufgebracht schreiend, ein Mann an seinen Tisch: Dr. Cajus, ein Arzt. Er beschuldigt den Ritter, sein Pferd zuschanden geritten zu haben. Außerdem hätten seine Diener am Vorabend mit ihm getrunken und ihn dann ausgeraubt.

Falstaff begegnet den Anschuldigungen gelassen, und nachdem nicht mehr wirklich rekonstruiert werden kann, was genau im Suff geschehen war, verlässt Cajus den Gasthof schließlich wieder – mit dem Vorsatz, sich künftig nur noch in Gesellschaft anständiger Leute zu betrinken.

Falstaff beauftragt seine beiden Diener nun, zwei Liebesbriefe, die er soeben verfasst und versiegelt hat, zu überbringen: einen an Mrs. Alice Ford, den zweiten – inhaltlich gleichlautenden – an Mrs. Meg Page. Die beiden Damen sind überaus wohlhabend, und Falstaff hofft, sie mit seinen Briefen zu amourösen Abenteuern verlocken zu können – um über diesen Weg seine leere Kassa wieder auffüllen zu können.

Doch Bardolfo und Pistola lehnen ab. Ihre Ehre verbiete solche Kupplerdienste. Wütend hält Falstaff ihnen daraufhin eine „Unmoral-Predigt“:

Was ist Ehre?
Vermag sie was zu leisten?
Nichts. Kann die Ehre wohl
Ein Bein Euch wiedergeben?
O nein. Den Fuss dann? Nein.
Die Zehe? Nein. Den Nagel? …
Die Ehre ist kein Wundarzt.
Was ist sie? Nur ein Wort.
Was steckt denn in dem Worte?
Ein Hauch nur, der versäuselt.
Ha, feine Rechnung! Die Ehre ...
Kann sie ein Toter fühlen?
Nein. Fühlt sie, wer lebendig?
Auch das nicht. Wer sie sein nennt,
Dem wird sie bald genommen.
Ja, Hass und Neid, Verleumdung.
Die bringen sie zu Falle.
Ich mag sie also nicht,
Nein, keine Ehre, nein! …
 

Schließlich jagt Falstaff seine Diener mit einem Besenstil aus dem Gasthaus und beauftragt seinen Pagen, Robin, die Briefe zu überbringen.

Garten von Fords Haus

Mrs. Alice Ford und Mrs. Meg Page haben Falstaffs Briefe erhalten. Empört bemerken die Freundinnen, die sich im Garten von Fords Haus getroffen haben, dass die „Liebesbriefe“, die ihnen Ritter Falstaff geschrieben hatte, im Wortlaut absolut identisch sind. Gemeinsam mit Mrs. Quickly, einer Freundin, und Nannetta, Alices Tochter, schmieden die Frauen nun einen Racheplan. Der „Freche“ soll zu einem Rendezvous eingeladen und dann so richtig gefoppt werden.

Auch Ford, der eifersüchtige Gatte Alices, erfährt von Falstaffs Plänen zu einem Techtelmechtel mit seiner Frau: Bardolfo, Pistola und Dr. Cajus erzählen ihm von den Absichten des „Schurken“. Und so beschließt auch Ford, den ehrlosen Ritter in eine Falle zu locken.

Während also einerseits vier Frauen und andererseits vier Männer sich gegen Falstaff verbünden, versichern Nannetta und der junge Fenton einander ihre Liebe. Doch Ford hat für seine Tochter eigentlich einen anderen Mann auserkoren: Dr. Cajus …

2. Akt: Gasthof „Zum Hosenband“

Sir John Falstaff sitzt wieder in seinem großen Lehnsessel im Gasthof „Zum Hosenband“, seine beiden Diener geben sich reumütig. Da überbringt Mrs. Quickly dem hoch erfreuten Ritter eine Einladung: Er solle um drei Uhr zu Alice kommen, ihr Mann sei um diese Zeit nicht zu Hause, Alice, das „arme Herzchen“, freue sich auf ihn, denn ihr Gatte sei ein „Tiger“, sie müsse „Qualen ausstehen“ unter ihm …

Und auch Meg, so erfährt Falstaff von Mrs. Quickly, lasse ihn grüßen. Sie könne ihn allerdings nicht empfangen, da ihr Mann „leider nur selten außer Haus“ sei.

Zufrieden vergewissert sich Falstaff noch, dass die beiden Damen einander von seinen Briefen nicht berichtet hätten – „Niemals, so dumm ist keine der Damen“, verneint Mrs. Quickly seine Frage – und bestätigt den Termin: „Nachmittag um drei!“

Kurz danach tritt ein anderer Mann mit tiefer Verbeugung an Falstaff heran. Er stellt sich als Herr Fontana vor (in Wirklichkeit handelt es sich um den verkleideten Ford), berichtet von seiner verzweifelten Liebe zu Alice, die er aufs Höchste verehre, die ihrem Mann aber nicht untreu werden wolle, und er bittet um einen Hilfsdienst, den er sich einiges kosten lassen will: Falstaff solle versuchen, bei Alice zu landen. Denn wäre ihre Tugendhaftigkeit einmal zu Fall gebracht, dann habe sicher auch er, Fontana, gute Chancen, von ihr erhört zu werden …

Falstaff ist natürlich sofort dazu bereit, auf diese Weise seine leere Kassa aufzufüllen, und erzählt Fontana (Ford), dass er ohnehin bereits eine Verabredung mit Alice habe. Als Ford, der von den Plänen seiner Frau nichts weiß, davon erfährt, fällt es ihm schwer, seine Eifersucht zu unterdrücken und die Rolle des Fontana weiterzuspielen. Doch er beherrscht sich – und schließlich verlassen beide Arm in Arm als „Freunde“ das Gasthaus …

Saal in Fords Haus

In einem Saal in Fords Haus erzählt Mrs. Quickly ihren Freundinnen Alice und Meg, dass sie die Nachricht überbracht habe und Falstaff bereits auf dem Weg sei. Nannetta beklagt sich bei ihrer Mutter darüber, dass sie Dr. Cajus, den sie nicht liebt, nach dem Wunsch ihres Vaters heiraten soll. Alice kann sie beruhigen, sie habe nichts zu befürchten.

Nun aber wird für den Besuch des dreisten Ritters die letzte Vorbereitung getroffen, ein großer Korb mit Wäsche in den Saal gebracht, und Alice weist ihre Diener an, den Inhalt des Korbs auszuleeren, sobald sie Befehl dazu geben werde.

Dann macht sich Alice bereit, Falstaff zu empfangen, während die anderen Frauen sich verstecken, um das Tête-a-Tête im „richtigen“ Moment zu stören. 

Jetzt kann das tolle Possenspiel beginnen!
Lustige Weiber von Windsor! Das sind wir,
Fahren darein wie der sausende Wind wir!
Rings dann erhebt sich ein heiteres Lachen,
Und greinen die Männer, was wollen sie machen!? 

Da kommt Falstaff auch schon, fröhlich singend („Du wirst gebrochen, O Blümelein“), und geht, als er Alice erblickt, sofort aufs Ganze: Er hege den frevelhaften Wunsch, sagt er, dass ihr Mann sterben und künftig er an seiner Stelle ihr Lord sein könne … 

Schon will er Alice stürmisch umarmen, als – wie von den „lustigen Weibern“ geplant – Mrs. Quickly hereinstürzt und Meg ankündigt. Diese sei äußerst eifersüchtig und wolle Alice dringend wegen Falstaff sprechen, denn nach dessen Brief hoffe sie auf ihn …

Falstaff versteckt sich, um von der eifersüchtigen Meg nicht bei Alice entdeckt zu werden,
hinter einem Wandschirm. Schon stürzt Meg herein und berichtet aufgeregt, dass Ford im Anmarsch sei. Er habe von einem Liebhaber in seinem Haus gehört, den er hier stellen wolle …

Mrs. Quickly macht Alice klar, dass dies nicht zum geplanten Spaß gehöre, sondern dass Ford „im Ernst“ nach Falstaff suche: „Ich sah ihn laufen durch alle Gartengänge, und hinterdrein ein Haufen von Leuten.“

Da taucht der eifersüchtig aufgebrachte Ford auch schon im Saal auf, sieht sofort im Wäschekorb nach, wo er Falstaff versteckt vermutet, findet dort nichts und verlässt den Raum wieder, um auf dem Dach und im Keller nach ihm zu suchen … und natürlich auch „im Bette“.

Die drei Freundinnen – Alice, Meg und Mrs. Quickly – bringen den gejagten Falstaff nun dazu, in den Wäschekorb zu flüchten, während Nannetta und Fenton sich entschließen, dieses „Haus voller Narren“ zu verlassen. Zunächst aber zieht sich das Liebespaar hinter den Wandschirm zurück („Schirmende Leinwand, sei uns gesegnet!“) – in der Hoffnung, dort Ruhe zu finden. Doch es kommt anders: Begleitet von Dr. Cajus stürmt Ford herbei und reißt die Wand nieder. Doch statt des dahinter vermuteten Falstaff entdecken die beiden nur das junge Paar. 

Während Ford seine wütende Suche anderswo fortsetzt, befiehlt Alice ihren Dienern, den Wäschekorb fortzutragen und den Inhalt aus dem Fenster in die Themse zu kippen.

Falstaff wird also auf diese Weise „entsorgt“ und purzelt mitsamt der Wäsche hinab, von „hellem Gelächter“ begleitet. Als Ford in diesem Augenblick in den Saal zurückkehrt, führt Alice ihn schnell ans Fenster, damit auch er die Szene sehen kann … 

3. Akt: Vor dem Gasthof „Zum Hosenband“

Nach seinem unfreiwilligen Abenteuer in der Themse sitzt Falstaff wieder vor dem Gasthaus „Zum Hosenband“ und sinniert über sein Schicksal und die Schlechtigkeit der Welt.  

Darum bin ich zu Jahren gekommen,
Darum war ich ein tapfrer Ritter,
Dass man davon mich trägt in einem Wäschkorbe
Und in’s Wasser mich hinschmeißt
Mit beschmutzten und alten Fetzen,
Wie einen Wurf von Katzen
Oder von jungen Hunden!
Ja, wär’ mein guter Bauch nicht
Geschwommen wie ‘ne Blase,
Wär’ ich ertrunken!
O schnödes Wasser, das ich verachte!
Schlechte Welt!
 

Nachdem er genügend vom „Schmerzensstiller“ Wein getrunken hat, erwachen Falstaffs Lebensgeister. Aber er ahnt nicht, dass das Spiel, das die „lustigen Weiber“ mit ihm treiben, noch weitergehen soll.

Als Mrs. Quickly ihn erneut zu einem Rendezvous mit Alice einlädt, lehnt Falstaff zunächst ab („Zum Teufel mit ihr“), kann sich dieser verlockenden Aussicht dann aber doch nicht entschlagen. Denn Quickly versichert ihm glaubhaft, dass Alice den Vorfall mit dem Wäschekorb bedaure und überreicht ihm ihre schriftliche Einladung: Falstaff solle sich um Mitternacht an einer Eiche im Park von Windsor einfinden, verkleidet als „schwarzer Jäger“, um sie zu treffen.

Als Falstaff das Schreiben aufmerksam liest, ruhen neugierige Blicke auf ihm: Nicht nur Mrs. Quickly will wissen, ob der alte Schwerenöter noch einmal „anbeißt“, sondern auch Alice, Meg, Ford, Cajus, Fenton und Nannetta beobachten aus einem Versteck heraus die Szene.

Und bald ist klar, dass sie Falstaff mit der Aussicht auf ein neues Rendezvous tatsächlich abermals „einwickeln“ konnten. Ihr Plan: Um Mitternacht soll der beleibte Ritter von „Geistern“ heimgesucht werden – ein Denkzettel, den er dann wohl nicht mehr so schnell vergessen wird.

Doch Ford will die geplante mitternächtliche Maskerade noch für einen anderen Zweck nutzen – Dr. Cajus soll bei dieser Gelegenheit seine Tochter zur Frau bekommen. Er weiht den Arzt nun in seinen Plan ein: Nannetta werde sowieso in weißem Schleierkleid erscheinen, da sie die „Feenkönigin“ spiele, Cajus solle in der Verkleidung eines Mönches kommen – und er, Ford, werde „zum Ende des Festes“ die Gelegenheit nutzen, den als Mönch gekleideten Mann mit Nannetta offiziell zu „vereinen“.

Was Ford und Cajus jedoch nicht wissen: Mrs. Quickly hat ihr Gespräch belauscht und weiht Nannetta und die anderen Frauen in den Plan ihres Vaters ein, auf diese Weise „Fakten“ zu schaffen. Das soll ihm nicht gelingen … 

Der Park von Windsor

Im von Mondlicht erhellten Park von Windsor, nahe der Eiche, bei der Falstaff erwartet wird, besingt Fenton seine Liebe zu Nannetta. Sie erscheint, als Feenkönigin verkleidet, und bittet ihren Geliebten, eine von ihr mitgebrachte Mönchskleidung anzuziehen und vorerst keine Fragen zu stellen. Fenton gehorcht.

Kurz danach, als die Schlossuhr Mitternacht schlägt, taucht Falstaff als „schwarzer Jäger“ auf. Erfreut erblickt er Alice, doch sie warnt ihn; auch Meg sei ganz in der Nähe. Davon lässt sich ein Falstaff natürlich nicht beeindrucken („So lieb’ ich Euch denn beide, gleich auf dem Fleck!“). Dann aber wird er zunehmend unruhig, denn Meg stürmt plötzlich schreiend heran, das „wilde Heer“ würde sie verfolgen. Da wirft sich Falstaff ängstlich zu Boden und drückt sein Gesicht in die Erde. Denn niemand, so der Glaube, kann die Feenwesen sehen, ohne Schaden zu nehmen.

Das nun folgende Schauspiel, an dem sich auch Bardolfo, Pistola und viele andere Bürger beteiligen, dient dazu, den vom mitternächtlichen Spuk immer stärker verängstigten Ritter zu piesacken – bis er schließlich das Spiel durchschaut (Falstaff erkennt Bardolfo unter seiner Maske) und einsehen muss, dass er in eine Falle gelaufen ist. Doch der beleibte Ritter steht zu seiner Rolle, mehr Leben in den Alltag der Gesellschaft von Windsor zu bringen:

Bedenkt doch: Ohne mich,
Was hättet Ihr begonnen?
Ich tat erst etwas Salz,
In Eure Fastenspeise!
Ich war's, der Euch erheitert!
Hat doch mein Witz Euch erst
Den Horizont erweitert!

Als Höhepunkt der mitternächtlichen Maskerade soll nun eine Doppelhochzeit stattfinden. Zwei verkleidete Paare treten vor, die Ford vermählt – natürlich in der Annahme, seine Tochter Nannetta (die Feenkönigin) mit Dr. Cajus (dem Mönch) zu verheiraten. 

Doch als die Beteiligten nach der Zeremonie die Kleidung ablegen, ist schnell klar, dass Nannetta ihren Fenton bekommen hat, während Dr. Cajus Bardolfo an seiner Seite findet …

Nachdem Ford zunächst erstarrt und dann erkennt, dass auch er von den Frauen genarrt wurde, stimmen alle in den fröhlichen Schlußchor ein („Tutto nel mondo è burla“):

Alles ist Posse auf Erden,
Der Mensch ein geborener Tor;
Und glauben wir weise zu werden,
Sind dümmer wir als zuvor.

 

Quellenhinweis: Alle Zitate stammen aus der Übersetzung des Librettos in: www.opera-guide.ch