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Apr 1, 2019

„Die Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen“


„Dantons Tod“ von Gottfried von Einem ist meine „Oper des Monats“

Kategorie: Neuigkeiten

„Dantons Tod“ war die erste Oper des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem (1918–1996). Ihre Uraufführung fand am 6. August 1947 im Rahmen der Salzburger Festspiele statt und verhalf dem Komponisten zum internationalen Durchbruch.

Die Textdichtung zu seiner „Oper in zwei Teilen“ verfasste von Einem gemeinsam mit dem deutsch-baltischen Komponisten und Librettisten Boris Blacher (1903–1975). Als literarische Grundlage diente den beiden das gleichnamige Drama von Georg Büchner (1813–1837), das zentrale Ereignisse der Französischen Revolution (1789–1799) zum Inhalt hatte.

Der historische George Danton war, wie auch der berühmt-berüchtigte Maximilien de Robespierre, ein Führer der Jakobiner, einer politischen Partei, die im Frankreich des ausklingenden 18. Jahrhunderts für radikale gesellschaftliche Änderungen eintrat, die Einführung der Republik forderte und die Revolution entscheidend prägte.

Spätestens im Juni 1793 entwickelte sich aus der Revolution jedoch eine Schreckensherrschaft. Verdächtige Personen, die als Revolutionsgegner galten, wurden verfolgt und getötet. Vermutlich starben durch diesen Terror, den zuletzt vor allem Robespierre zu verantworten hatte, 30.000 bis 40.000 Menschen.

Gottfried von Einems Oper „Dantons Tod“ spielt im Jahr 1794 in Paris. Sie gehört – wie Umberto Giordanos „Andrea Chenier“ – zu den wichtigsten Bühnenwerken, die die folgenreichen Ereignisse der Französischen Revolution thematisieren. 

Die Musik gilt als „gemäßigt modern“, enthält große Chor-Passagen und „erschließt sich auch dem ungeübten Hörer verhältnismäßig leicht“ (Wikipedia).

„Dantons Tod“ steht bis heute immer wieder auf den Spielplänen der Opernhäuser.

Lesen Sie hier eine Werkeinführung.