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Dez 1, 2018

„Diesen unberührten Trank kredenz ich meinem Freund“


„Arabella“ von Richard Strauss ist meine „Oper des Monats“.

Kategorie: Neuigkeiten

„Arabella“ von Richard Strauss gehört zu den bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Sie beschließt eine äußerst erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Komponisten und dem österreichischen Dramatiker Hugo von Hofmannsthal (1874–1929), aus der unter anderem auch die Werke „Der Rosenkavalier“ (1911) und „Ariadne auf Naxos“ (1912) hervorgegangen sind.

Im Jahr 1927 hatte Richard Strauss alle literarischen Stoffe, die ihm wichtig erschienen waren, vertont, und er bat seinen Freund Hugo von Hofmannsthal dringend um eine neue Dichtung: „Es darf sogar ein zweiter Rosenkavalier sein.“

Tatsächlich wurde der 1933, gut drei Jahre nach dem Tod Hofmannsthals, uraufgeführten „Arabella“ manchmal vorgeworfen, das Erfolgsrezept des „Rosenkavaliers“ zu wiederholen, doch die Oper konnte sich als großes, eigenständiges Meisterwerk behaupten und steht bis heute auf den Spielplänen aller bedeutenden Opernhäuser.

„Arabella“ spielt im Wien der 1860er Jahre und zeichnet ein operettenhaftes Milieu. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die beiden Töchter einer verarmten Adelsfamilie – Arabella und Zdenka – sowie der reiche slawische Adelige Mandryka. 

Graf Waldner, das Oberhaupt der heruntergekommenen Familie, ist ein leidenschaftlicher, aber glückloser Spieler, dem die Schulden über den Kopf gewachsen sind. In einem noblen Wiener Hotel, in das er mit seiner Frau Adelaide und den beiden Töchtern gezogen ist, versucht er den Schein des Wohlstands aufrecht zu erhalten und wenigstens für Arabella einen reichen Mann zu finden. Da Waldner zu wenig Geld hat, um auch Zdenka standesgemäß einzukleiden, trägt Arabellas Schwester Männerkleider und wird als „Zdenko“, als Junge ausgegeben.

Lesen Sie hier eine Inhaltsangabe auf der Grundlage der Textdichtung.